Kein Weg zurück: Leben und Sterben am K2

erstellt am: 04.06.2013 | von: VooDoo | Kategorie(n): Literatur

“Das stärkste Buch über ein Bergunglück seit Jon Krakauers >>In eisige Höhen<<.”
Dieser Vergleich ist definitiv naheliegend, handelt es sich bei Graham Bowleys Buch doch ebenfalls um die Schilderung eines Bergunglücks mit vielen Todesopfern an einem der höchsten Berge der Welt. Doch auch die Kritiken über den Vergleich sind für mich verständlich, denn die Fußstapfen sind für wahr groß, in die man dort zu treten versucht.

Das Buch hat spannende Momente, ohne Frage. Und aufgrund der intensiven Recherche des Autors ist es auch sehr detailliert in seinen Schilderungen. Und die letzten Worte des Prologs jagten mir auch merkliche Schauer über den Rücken.
Dennoch spürte ich großteils nicht die gleiche Kälte und Atemnot aufgrund der dünnen Luft, wie es Krakauer fertigbrachte mit seinen Umschreibungen vom Everest. Nein, der Bericht von Bowley wirkte doch zu oft “von außen betrachtend”.  Ohne Zweifel ist es ein hervorragend recherchierter Bericht, doch um wirklich zu fesseln, muss der Autor einer solchen Geschichte wohl zwangsläufig selbst dabei gewesen sein.

Für Fans des K2, des Bergs der Berge, ist das Buch sicherlich zu empfehlen und schlecht ist es ja auch nicht. Doch wie gesagt, diese 320 Seiten stehen auf meiner Hitliste nicht unbedingt auf Platz 1, auch wenn ich den K2 ebenfalls dem Mount Everest bevorzuge. Er hat etwas mystisches und beängstigendes, er wirkt in manchen Schilderungen, als habe er eine eigene Seele. Wer sie mit Graham Bowley kennenlernen möchte, muss nach der ISBN-13 978-3492404631 Ausschau halten und kann sich dann rühmen, ein Buch von Malic National Geographic im Regal stehen zu haben, in der deutschen Übersetzung verlegt von Piper, wie es scheint.
Auf jeden Fall hat der Einband mir ein paar spannend klingende weitere Buchtitel für die Zukunft aufgezählt, die ich mir wohl bald mal antun werde.

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