Erster Schritt zurück aus der Schonpause

Gestern war ich zum ersten mal seit der Meniskus-OP wieder in der örtlichen Boulderhalle…

Ich hatte bei jeder Bewegung Bammel, abzurutschen und unkontrolliert mein rechtes Bein irgendeinem Stress auszusetzen. Ich habe mich nicht getraut, jegliche Belastung auf mein rechtes Bein auszuüben, die einen Kniewinkel von über etwa 15 Grad benötigte. Stattdessen habe ich viele neue Ideen entwickelt, mich aus allen möglichen Positionen in eine Lage zu bringen, aus der ich mein linkes Bein zum Weiterkommen nutzen konnte. Mal davon abgesehen waren die geschafften Routen lediglich “weiß”, ich habe etwa ein halbes Dutzend “gelbe” Routen ausprobiert und hatte zwar grundsätzlich selbst aufgrund des pausebedingten Kraftabbaus wenig Schwierigkeiten, jedoch musste ich 2 Routenangänge tatsächlich aktive abbrechen, weil die Angst und der Bewegungsablauf zu extrem waren für mein Knie :-(

Es war grundsätzlich schön, endlich wieder mal etwas in Richtung Sport gemacht zu haben, nach all der Ruhezeit. Aber heute schmerzt mein Knie doch merklich. Der Schmerz wirkt glücklicherweise recht diffus, was laut Aussage meine Physiotherapeutin ein Zeichen lediglich für Muskelkater ist und das wäre nur verständlich, da mein rechtes Bein aktuell eher wie ein Zahnstocher aussieht.
Mal davon abgesehen fühlte ich mich den Rest des gestrigen Tages wie nach einem einstündigen Dauerlauf. Tja, da muss wohl erstmal wieder was an der Kondition getan werden.

In diesem Sinne, frohe Weihnachten und bleibt gesund. Alles andere ist ätzend.

The Summit

Ein Film, dessen Trailer mich hat aufmerken lassen. Könnte es erstmals das Erlebnis einer nachgestellten Doku sein, die eben nicht nachgestellt aussieht? Dass es sich um keinen Spielfilm handeln würde, zeigte der Trailer zwar bereits, aber vielleicht mal etwas weniger holprig und wenig in Spannung versetzendes wie die Verfilmung von Sturz ins Leere?

Der Film behandelt die tragischen Ereignisse am K2 im August 2008, als insgesamt 11 Bergsteiger am gefürchteten Berg der Berge ums Leben kamen. Der Film behandelt somit das gleiche Thema wie Graham Bowleys Buch Kein Weg zurück, wobei er meiner Meinung nach leider nicht alle Stärken des Buchs vorzuweisen hatte, dafür jedoch all seine Schwächen und noch ein paar Schwächen mehr.

Die Landschaftsbilder des Films empfand ich fast ausnahmslos als Augenweide, die Darstellung wirkte ziemlich überzeugend und offensichtlich wurde viel Originalmaterial mit einigen gestellten Szenen recht überzeugend zusammengestellt. Eine große Schwäche nachgestellter Szenen ist sonst in meinen Augen für gewöhnlich die extrem unauthentische Darbietung ala GZSZ. In diesem Falle war es jedoch meistens erfreulich gut gelungen.
Um so bedauerlicher empfand ich den konfusen Szenenaufbau, es wurde zwischen allen möglichen Ereignissen hin und her gesprungen und speziell der völlig aus dem Kontext fallende “Nebenbericht” über die einstige Erstbesteigung des K2 hätte man sich zum Wohle von mehr themenbetreffender Filmzeit sparen können. In diesem Punkt haben mich die Interviewschnitte zur mittlerweile verstorbenen Bergsteigerlegende Walter Bonatti am meisten genervt. Permanent schien der Film zu wechseln zwischen den tragischen Ereignissen aus dem jahre 2008 und einem Bericht über Bonatti, der permanent am meckern darüber ist, wie gemein doch alle zu ihm seit Ewigkeiten sind, seine Beteiligung an der Erstbesteigung nicht gebührend anzuerkennen. OK Walter, war vielleicht wirklich eine recht aufreibende und fragwürdige Sache, aber was bitte hat das mit DEM FILM ZU TUN? Brauchten die Macher hier einfach irgendeinen Zeitauffüller mit Grundthema K2? Ich hätte es deutlich besser gefunden, hätte man das ganze Bonatti-Ding weggelassen und stattdessen z.B. die zweitägige Abstiegsodyssee Wilco van Rooijens nachgestellt, der am Ende aufgrund seiner eigenen Anrufe mit seinem Satellitentelefon von den Rettern quasi “geortet” werden konnte. Was für eine Aktion. Davon aber war tatsächlich nichtmal irgendwas erwähnt worden. van Rooijens Rettung beschränkte sich auf etwa zwei kleine Nebensätze einer Kommentatorenstimme und einen kurz eingeblendeten Satz, dass er zwei Nächte in der Todeszone unter freiem Himmel verbracht hatte. Ich finde, seine Geschichte allein hätte für einen ganzen Film ausreichen können. Aber… NIX!!! Eieiei.

Also mal knapp gesagt: Wer das Buch von Bowley nicht kennt, der könnte von diesem Film vermutlich etwas irritiert werden und recht oft nur Bahnhof bezüglich der vielen Ereignisse verstehen. Wer das Buch kennt, dürfte ähnlich enttäuscht sein wie ich. Ich kann den Film eher als bebilderte Ergänzung des Buchs für Interessierte empfehlen, zuviel Erwartung sollte man aber nicht reinstecken, selbst ich als Buchleser war zum Ende sehr planlos, wer jetzt wo und wie dem Tode nah oder schon drüber hinaus war.

Guter Ansatz, am Ende ist das Ding aber etwas gegen die Wand gefahren worden, in meinen Augen. Dabei hätte es sicher gutes Potenzial sogar für einen richtigen Spielfilm im Format von 127 Hours.

P.S.: “Quasi-Protagonist” des Films ist übrigens der Ire Gerard McDonnell, seinerseits erster Ire auf dem K2-Gipfel und am Ende ebenfalls eins der tragischen Opfer dieser Tragödie. Über diesen Charakter als “Hauptdarsteller” der ganzen Ereignisse braucht man aber nicht streiten, denn immerhin ist der Film eine irische Produktion, also ist so etwas ja nicht sonderlich überraschend. Und bei insgesamt 25 Protagonisten in einer Dokumentationsnachspielung wäre eine genauere Beleuchtung aller 25 wohl doch eine gute Ladung zu ausartend gewesen. Auch hier wäre der Gedanke “Spielfilm” wieder ein guter Denkanstoß für einen späteren Neuverfilmungsversuch ;-)

Hinkebein

Kurzes Statusupdate: Diese Woche wurde die Knie-OP durchgeführt. Der Außenmeniskus wurde fachmännisch genäht und der Chirurg meldete sehr gute Heilungsaussichten, auch wenn das blöde Ding deutlich weiter gerissen war, als es auf den MRT-Bildern zunächst den Anschein gehabt hatte. Nachteil ist nun lediglich die Tatsache, dass ich die nächsten 6 Wochen auf Krücken angewiesen bin und eine schicke Knieorthese tragen darf, na klasse. Von den selbst zu verabreichenden Thrombosespritzen für die ersten Tage erzähle ich mal lieber nichts, das darf jeder selbst ausprobieren…
Aber egal, jetzt heißt es positiv denken und Daumen drücken. Bis zur Adventszeit bin ich im Idealfall wieder einigermaßen fit, ich spare aktuell Benzin (denn wie sollte ich so bitte Auto fahren?) und bevor es auf den Straßen rutschig wird, bin ich die Krücken hoffentlich schon wieder los. Mal sehen, ab wann ich dann mein Rehatraining um erste Boulder-Übungen ergänzen kann ^^

Außenmeniskusruptur

Was soll ich noch weiter schreiben? Am Dienstag bekam ich den Befund “Außenmeniskusriss”.

Besonders ärgerlich für mich ist die Tatsache, dass der ursprüngliche Auslöser schon Ende 2013 war (eine Überbelastung bei einem Boulderstart) und der damalige Orthopäde mir eine “Meniskusquetschung” diagnostiziert hatte. Die Ansage lautete damals “ein wenig schonen und die nächsten 1-2 Wochen keinen Sport machen”.
Tja, 2-3 Monate später lag ich schmerzerfüllt am Boden, nachdem ich mich reflexartig hingekniet hatte, um runtergefallene Süßigkeiten vom Boden aufzuheben, bevor mir einer der Hunde mir zuvorkam. Im Anschluss ging ich drei Tage an Krücken, der ursprüngliche Arzt hatte Urlaub und somit hatte ich wenig Interesse, einen Termin um Weihnachten wahrzunehmen, was eh erst eine gute Woche nach Abklingen der Schmerzen gewesen wäre.
Nun also vorletzte Woche erneut das Problem, nachdem ich mein Knie auf dem Sofa aufgestützt und unabsichtlich seitlich belastet hatte. Diesmal zu einem anderen Orthopäden, der mich gleich mal zum MRT-Besuch schickte. Befund dann wie gesagt am Dienstag: Mein Außenmeniskus ist gerissen. Schön gerade Sache, daher bin ich bereits seit Tagen wieder 99% schmerzfrei, denn solange ich das Bein nicht verdrehe und belaste und somit eine Scherbelastung vermeide, geht alles den normalen Gang. Andernfalls allerdings verdrehen sich die Seiten des Risses aneinander und der Körper schiebt die nun schon zweimal erfolgte “Panik” und das wars dann. Nun hilft wohl nur eine OP, allerdings kann ich dann den Kletterurlaub in Norwegen komplett vergessen, bis dahin wär ich im Leben nicht wieder fit.

Nun ist Pokern angesagt: Da wir den Urlaub nicht kostengünstig stornieren können, habe ich entschieden, dass wir fahren werden und ein paar ruhige Tage mit Spaziergängen und leichten Spaßklettereien (Mehrseillängen-Ausflüge bis UIAA 4) probieren. Bloß nicht übertreiben, ich möchte Mitte September aus eigener Kraft zum nächsten Arzttermin erscheinen können und dann sollen die Spezis mir das blöde Ding wieder zusammennähen. Ich hoffe, es ist bis dahin nicht schon zu spät, denn schlimmstenfalls muss das gerissene Gewebe entfernt werden und dann wird es langezitlich betrachtet mit dem Sport nicht mehr so spaßig werden und das wäre wohl einer der bittersten Schläge in mein Gesicht. Also Daumen drücken.

Unfall am Kamel

Am Sonntag gab es einen Unfall…

Mein Seilpartner und ich hatten uns am Ende eines schönen Klettertages in Lüerdissen entschieden, zum Abschluss noch ein mal das Kamel zu erobern. Um einen längeren, aber mit 5+ noch verträglich bewerteten Durchstieg zu erbringen, hatten wir uns für die Westkante entschieden, 28 Meter mit einem Zwischenstand auf dem Absatz auf halber Höhe und dortigem Führungswechsel. Mein Partner sollte die erste Hälfte angehen und ich dann die zweite.
Auf dem Absatz angekommen, befand er dann schicksalhafterweise den dortigen Haken offenbar als nicht optimal für den Zwischenstand und entschied sodann durch kurzen Rückruf, er wolle die zweite Hälfte weitersteigen und vom Gipfelumlenker aus mich nachsichern. So weit kam er leider nicht mehr :(

Nach dem ersten Haken der zweiten Teilstrecke setzte er seinen 5er DMM Dragon für eine zusätzliche Zwischensicherung. Von dort aus sollten es noch etwa 2 Meter bis zum nächsten Haken sein. Doch an dieser Stelle befand sich offensichtlich auch die Crux der Route, eine sehr trittarme, etwas bauchig hängende Wandstelle mit happigen Grifflöchern.
Von unten musste ich beobachten, wie meinen Freund der Mut verließ auf dem Weg zum Haken. Er hängte stark überstreckt die Expresse ein, suchte etwas hektisch halt mit links, griff sein Seil und streckte sich zum Karabiner und… das Seil entglitt ihm und rutschte wieder abwärts. Er sackte zurück, ich sah die Nähmaschine in einem seiner Beine anspringen und hörte seine schnaubende Atmung. Ich zog das Seil wieder auf die nötige Länge und spannte mich konzentriert an, überlegte mir mögliche Strategien. Wieder sah ich seinen Griff zum Seil, er wollte offensichtlich einen weiteren überstreckten Clipversuch starten, seine Kräfte schienen zu schwinden. Ich gab ihm das nötige Seil aus, sah, dass es reichte und versuchte, keinen Millimeter zuviel auszugeben. Er streckte sich zum Karabiner, das Seil berührte praktisch schon den Drahtbügel…
und ich hörte ihn schreien: “MIST!!!!” und mit dem Seil in der Hand rutschte er im selben Moment mit der linken Hand glatt aus seinem Riss an der Wand hinab. Meine Führungshand riss instinktiv das Seil herunter, die Sicherungshand zog nach und blockierte den Tuber, ich sprang einen Schritt zurück und sah ihn hinabsausen. Ich spürte den Fangstoß, setze mich ihm mit Kraft entgegen. Ich wollte ihn lieber etwas ruppig stoppen, als zu spät. Ich sah einen Wimpernschlag lang, wie sein Sturz sich kaum merklich endlich verlangsamte, als nur noch die Seildehnung seine Abwärtsbewegung voranbrachte….
und dann realisierte ich das große Band, dass schon viel zu dicht unter ihm war und sah ihn mit beiden Füßen, noch immer viel zu schnell, auf eben diesem Felsband landen. Es gab einen dumpfen Schlag als würde man einen Ziegelstein auf die Straße fallen lassen und ich konnte meinen Partner die Luft aus den Lungen pusten hören und dann verschwand er auch schon aus meinem Blickfeld, halb fallend, halb hinsetzend zog er am Seil, um zu Boden zu kommen und sich zu setzen, oben auf dem Band. Es war ein endlos erscheinender Moment, bis vom Band herunter schließlich ein einzelner, geradezu panischer Schrei hinabdrang: “FUCK!!!”
Danach sofort wieder Stelle. Ich weiß nicht mehr, ob es mein Atem war, den ich hören konnte, oder seiner.
Ich rief hoch, wie es ihm ginge. Die Frage, ob alles in Ordnung sei, sparte ich mir direkt, denn die Antwort kannte ich eh schon. Es kamen weniger Antworten, als viel mehr kurze Monologe mit ihm selbst als Antwort. Irgendwann der Ruf, ihm Seil zu geben, was ich sofort tat. Anscheinend setzte er sich irgendwo oben besser hin, oder vielleicht legte sich sogar gerade flach hin. Wieder der Ruf um Seil, doch das hatte ich schon gegeben, es hing oben an seinem Ende gespannt, hatte sich leicht verklemmt, doch er hatte es wohl nicht bemerkt. Ich sagte ihm, er habe Seil und sah, wie das verklemmte Ende von irgendwo entheddert und nachgezogen wurde. Ich wollte unbedingt hoch zu ihm. Doch wo sollte ich hoch und wie sollte ich die Sicherung jetzt befestigen? Redete er da oben mit jemandem? War da ein anderer kletterer? Ich glaubte, eine fremde Jacke aufblitzen gesehen zu haben. Aber ich war nicht sicher. Vielleicht lag er am Rand des Bandes und stürzte jeden Moment bewusstlos über die Kante. Irgendwo musste ich das Seil festmachen für den Fall….
doch bevor ich eine Lösung hatte, kam auch schon ein anderer kletterer um die Ecke gehetzt und rief nur: “Dein Kumpel liegt da oben, der braucht Hilfe.” “Ist er da oben gesichert?”, fragte ich sofort. “Ja, kannst Dich ausbinden.” Endlich! Ich rannte dem Unbekannten Helfer nach, einmal ums Kamel herum und den Waldweg hinauf. Von der Rückseite aus durch einen Kamingang hindurch kam ich zu meinem Partner. Er lag flach auf dem Rücken, beide Kletterschuhe bereits ausgezogen und hielt sich mit tränenden Augen den rechten Fuß…

Den weiteren Verlauf kürze ich aus Platzgründen. Ich danke auf jeden Fall den beiden Kletterern, die zur Stelle waren und deren Namen ich nicht mehr erfahren habe. Ich danke ihnen für die Verständigung von Rainer vom Zeltplatz, der kurze Zeit später hinzukam mit einer Trage und helfender Hand und gutem Zuspruch. Auch Dank an den ersten Helfer, der mich anschließend noch gesichert hatte, damit ich das Material meines Freundes von der Wand und in die Rucksäcke bekam. Großer Dank gilt den Rettungssanitätern, die die weitere Versorgung übernahmen, bis der Notarzt eintraf und den Mitgliedern der freiwilligen Feuerwehr, die unseren Pechvogel zum Kammweg hinauf trugen und mittels Gelände-Pickup zum Zeltplatz hinabfuhren, wo der Rettungswagen für den Abtransport nach Hameln wartete.

Das Ende vom Lied: Rechtes Fersenbein zertrümmert, linkes Wadenbein vermutlich angeknackst und das linke Sprunggelenk wohl auch zertrümmert. Aktuell liegt mein Freund nun in einem Bremer Krankenhaus, hat ins linke Bein bereits eine Platte mit einer Schraube verschraubt bekommen und wartet auf das Abschwellen der rechten Seite, um dort ebenfalls ein wenig Metall verschraubt zu bekommen. Die nächsten Wochen gibt es für ihn Krankenhauskost und im Anschluss noch ca. ein halbes Jahr Rollstuhlbetrieb. Die Platte im rechten Fuß wird er vermutlich sein Leben lang behalten und ein wenig steif wird das Gelenk auch immer bleiben, so die Ärzte. Damit sind auch zwei Kletterurlaube dieses Jahr gestorben für ihn, wobei er den einen wohl trotzdem wird zahlen müssen.

Seinen 5er DMM Dragon habe ich ihm heute ins Krankenhaus mitgebracht. Er überlegt, sich das Exemplar tätowieren zu lassen. Den Grund kann ich verstehen, immerhin hat er ihm sein Leben zu verdanken. Wäre der Cam ausgebrochen, wäre er vermutlich ungebramst auf das band geknallt, hätte sich vermutlich beide Beine mittendurch gebrochen, die Knie fröhlich zerkloppt, oder womöglich Schäden an der Wirbelsäule genommen. Und im weiteren Abflug vom Band hätt er sich vermutlich noch den Schädel kaputtgehauen, denn seinen Helm hatte er am Sonntag leider zuhause vergessen gehabt. Na mal sehen, wie seine Tattoo-Pläne aussehen, wenn er ein paar Wochen drüber nachgedacht hat.

Ich derweil versuche nun heute nacht mal, wieder etwas Schlaf zu finden. Die letzten beiden Nächte waren alles andere als erholsam. Und ich grüble, was ich hätte anders machen können. Habe ich das Band übersehen? Hätte ich es schaffen können, mittels eines Hechtsprungs nach hinten den Hang zu erreichen und hinabzurutschen, um so das Seil zu verkürzen? Hätte der Dragon das gehalten bzw. der Fels? Oder wäre der Druck dann eh zu groß gewesen und die Sicherung hätte komplett versagt? Ich hatte den fangstoß schon gespürt, es waren vermutlich nur 50cm, vielleicht 1 Meter, der zuviel war und alles hätte glimpflich geendet.

Eigentlich war ja der Plan gewesen, dass ich die zweite Hälfte vorstieg. Hätte ich die Passage besser gemeistert und alles wäre gut gewesen? Oder wäre dann stattdessen ich abgestürzt und läge nun ich mit zwei Brüchen im Krankenhaus? Viele Konjunktive, die letztlich keine Veränderung mehr bringen werden. Nun ist es, wie es ist. Und wir alle müssen wohl mit den Konsequenzen leben.

Es tut mir leid, dass ich nicht mehr getan habe. Ich bin direkt sauer, dass ich komplett unbeschadet aus der Situation herausgekommen bin und Du ganz allein den Schaden nehmen musstest. Ich wünsche Dir gute Besserung :-(

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